20 Jahre Chatzehüsli Horgebach
Es begann alles 1987 mit 10 Plätzen in der heutigen Quarantänestation in Horgenbach. Mit Hilfe des Tierschutzvereins Frauenfeld (TSVF) entstand so etwas wie die Wiege der heutigen Katzenstation. Es traf sich gut, ich war als Hausfrau und Mutter nicht ausgelastet und als ehemalige Tierarzthelferin/Tierpflegerin vermisste ich den Umgang mit den Tieren, vor allem mit den Katzen.
Bald erwies sich unsere bescheidene Katzenstation als zu klein und platzte aus allen Nähten. Wie so oft half der Zufall, indem meine Eltern 1989 mit der Milchwirtschaft aufhörten. Grosszügig erlaubten sie mir, mich mit meinen Büsis im ehemaligen Kuhstall einzurichten. Hier gab es mehr Platz und ich konnte bereits einen meiner Träume, die artgerechte Gruppenhaltung, in kleinem Rahmen realisieren.
Neben den „Tierschutzkatzen“ war es mir jetzt auch möglich, in beschränktem Mass Ferienkatzen zu betreuen, alles dank grösserem Platzangebot. Im Sommer war dies alles kein Problem und die Büsis genossen ihr „Schlafen im Stroh“. Im Winter jedoch frassen uns die Heizöfelis und Wärmemöglichkeiten, die wir organisieren mussten, buchstäblich die Haare vom Kopf.
Dank der hartnäckigen Initiative der damaligen Präsidentin des TSVF, Dagmar Senn, realisierte der Tierschutzverein 1997 zusammen mit der Stiftung Thurgauer Tierfreunde den Neubau, ebenfalls in einem alten Stall im Bauernhaus meiner Eltern. Nicht nur dass jetzt viel mehr Platz zur Verfügung stand, die Hygiene war um vieles einfacher geworden und die hellen grossen Räume boten nunmehr rund 80 Katzen Platz. Ein weiterer Traum war in Erfüllung gegangen. In der neuen Station werden die Katzen in unterschiedlich grossen Gruppen gehalten, die ein soziales Leben mit vielerlei Reizen ermöglichen. Natürlich haben wir auch weiterhin für „Einzelgänger“ und „Asoziale“ Möglichkeiten, wo sie sich zurückziehen können. Zudem verfügen praktisch alle „Katzenzimmer“ über einen Auslauf ins Freie, wo die Katzen die frische Luft geniessen und „sonnenbaden“ können.
Auch heute noch werde ich vom TSVF unterstützt. Er finanziert die „Pension“ der Tierschutzkatzen, das Futter und die Gesundheitskosten. Für mich ist die Katzenstation zu einem echten „Fulltimejob“ geworden, in den ich nicht nur viele Arbeitsstunden sondern auch sehr viel Herzblut investiere.
In den 20 Jahren seit die Katzenstation existiert platzieren wir jedes Jahr rund 150 Katzen. All diese Erfolge wären nicht möglich ohne die Mithilfe meiner vielen Helfer, die selbstlos und unermüdlich mit dazu beitragen, dass es unseren Büsis nicht nur physisch sondern auch psychisch gut geht. An dieser Stelle möchte ich mich bei all diesen Personen ganz herzlich bedanken.
Mit einem grösszügigen Legat für das Chatzehüsli Horgenbach konnten wir vor drei Jahren unsere Stiftung Chatzehüsli Horgenbach gründen. Die jährlich eingehenden Spenden werden ebenfalls zum Wohle der Katzen eingesetzt, sei dies mit Infrastrukturverbesserungen oder anderem mehr.
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